Andreas Hillger - Autor/Dramaturg
Andreas Hillger - Autor/Dramaturg

Gläserne Zeit - Ein Bauhausroman

Große Namen treffen sich vor der Kulisse einer kleinen Stadt: Segeln mit Lyonel Feininger, Tanzen mit Oskar Schlemmer, Fliegen mit Hugo Junkers alles scheint möglich im Dessau der 1920er Jahre. Am Bauhaus werden Häuser aus Stahl gebaut und Träume in Teppiche gewebt. Überall herrscht Fortschritt in atemberaubendem Tempo, eine deutsche Traumfabrik arbeitet an der Welt der Zukunft. `Neu´ ist das Stichwort der Stunde: neues Bauen, neues Leben, neue Liebe, der neue Mensch. Ein bewegender Roman über eine bewegte Zeit.

 

Eine Gemeinschaft unter Hochspannung: Clara Cohn, Tochter aus gutem Hause, hat mit allem Bürgerlichen gebrochen. Seit sie sich für das Bauhaus entschieden hat, verweigert ihr Vater jeden Umgang mit ihr. Nur zu! Die junge Frau hat entdeckt, dass man das Leben auch aus einer ganz anderen Perspektive betrachten kann. Aber war diese radikale Entscheidung richtig? Und wie soll sie nur zwischen Karl und Lukas wählen – zwischen links und rechts, Hirn und Händen? Während die ehrgeizigen Männer und Frauen noch für das Leben und die Liebe in besserer Zeit üben, steuert die Welt längst auf den Abgrund zu.

 

 

Gläserne Zeit, Andreas Hillger, Osburg Verlag, 2013, 238 Seiten, 14 Euro, ISBN: 9783955100223

 

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Tatsächlich überzeugt hat mich die "Gläserne Zeit" von Andreas Hillger (...), ein in Dessau geborener Autor, bei dem man sofort merkt, was den anderen fehlt: ganz intensives Quellenstudium. (...) Er schafft es, den Figuren psychologische Tiefe zu geben, und er kann vor allen Dingen auch Dialoge schreiben, die einem glaubwürdig erscheinen.

Barbara Renno, SR2, Bücherlese, Juni 2019

 

Am konsequentesten hat vielleicht Andreas Hillger in seinem bereits 2013 erschienenen Roman „Gläserne Zeit“ nach einer formalen Übersetzung eines Bauhausprinzips gesucht – und sie im Figurendreieck einer ménage à trois gefunden. Die junge Clara kommt nach Dessau ans Bauhaus und kann sich nicht zwischen dem ungestümen Kommunisten Carl und dem poetisch-sentimentalen Lukas entscheiden. Alle drei träumen sie von einer idealischen Balance der Kräfte (...) Während Hillger in dem Roman „Gläserne Zeit“ in Lukas und Carl die widerstreitenden politischen Kräfte aufeinanderprallen und sie in einer Spirale aus Verrat und Gewalt eskalieren lässt, schafft er zugleich eine der zartesten Figuren, denen man auf dieser Lesereise durchs Bauhaus begegnet. Es ist der seherische, über allen politischen Querelen schwebende Paul Klee. 

                                                              Andreas Schäfer, Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, Januar 2019

 

(...) Wer es kauft, sollte aber auch einen anderen, zu Unrecht vergessenen Bauhaus-Roman lesen: Andreas Hillgers "Gläserne Zeit" von 2013. Auch dort die Bürgerstochter, die entläuft. Und um sie herum die Schlussphase des Bauhauses, in der der Kampf zwischen Rechts und Links nicht nur die Institutionen, sondern auch Freundschaften und Liebesbeziehungen ruiniert. Perfekt beleuchtet, präzise erzählt, ein Buch, so scharfkantig wie die Silhouette des Dessauer Bauhaus-Gebäudes.

                                                                                                                       Christoph Stölzl, Cicero

 

Seinen Roman schichtet er dicht entlang zeitgeschichtlicher Ereignisse und tatsächlicher Personen. (...) Für mich lebt der Roman von der historischen Genauigkeit und der Schilderung der Atmosphäre am Bauhaus (...) Eine Lichtgestalt ist Paul Klee (...) ihn lernen wir als klugen, sensiblen Zeitgenossen kennen, der diese gläserne Zeit, diese zerbrechliche Zeit erstaunlich hellsichtig betrachtet.

Radio Dreyeckland, Juni 2019

 

Der Autor beschreibt die Stadt Dessau mit historischem Stadtkern, Kirchen, neuen, modern  geplanten Siedlungen der zwanziger Jahre, die Junkers-Werke von innen. Berühmte Bauhaus-Projekte kommen wahrlich ins Bild, wie die Bundesschule der Gewerkschaft in Bernau, von Hannes Meyer verantwortet, dem Kommunisten unter den Bauhaus-Direktoren. Der Zeitgeist der Zwanziger wird deutlich, wenn der Leser bei der Uraufführung  der „Dreigroschenoper“ im Berliner Theater am Schiffbauerdamm dabei sein kann und bei Saalschlachten, wenn Kommunisten und Nazis sich ihre wahren Lehren in die Köpfe hämmern wollen. Andreas Hillger, viele Jahre Kulturredakteur der „Mitteldeutschen Zeitung“, hat, um alles zu erzählen, was er weiß - und das ist viel – drei Romanfiguren erdacht, die in einer Dreieckssituation agieren. Der Bauhausstudent Carl aus Berlin,  der Werkstattleiter Lukas und die aus ihrem streng bürgerlichen Dessauer Elternhaus ausgebrochene Clara. Den Figuren ordnet der Autor die drei geometrischen Bauhaus-Formen zu: Dreieck, Kreis, Quadrat. Über den Kapiteln stehen nun jeweils die passenden Figuren, mal wird die Geschichte eines einzigen erzählt, mal treffen sich alle drei. Zwischen den Protagonisten passiert das, was im Beziehungsroman immer passiert: Liebe,  Eifersucht, Flucht, Schwangerschaft und Abbruch, Babyglück, Häuschenbau und Familie, Glück und Streit.

Neues Deutschland

 

Hillger gibt uns mit diesen drei bewegenden Biographien ein Verstehen der Zeit, was sich hinter den Fassaden des Bauhauses jener Jahre abspielte. Einfühlsam und mit viel Liebe für seine Figuren begleitet er ihr Scheitern - und das einer großen Idee.

MDR Journal

 

Der erste Bauhaus-Roman: zuverlässig in der historischen Sache, farbig im szenischen Detail. Wer wissen will, was am Bauhaus geschah, wird von Hillger bestens bedient.

Mitteldeutsche Zeitung

 

Lässt sich in einer Zeit, in der die Avantgarde der Moderne am Dessauer Bauhaus kühne Häuser aus Glas und Stahl entwirft, ein Dreiklang aus Herz, Hirn und Händen leben? Eine Dreieinigkeit, für die nicht zuletzt die Elementarformen des Bauhauses stehen? Andreas Hillger verknüpft diese Ménage-à trois dramaturgisch geschickt mit dem Scheitern des Bauhaus Projektes.

MDR Figaro

 

Mit einem Hang zum Detail erwähnt Hillger immer wieder wie beiläufig reale zeitgenössische politische und kulturelle Ereignisse, aber auch Eigenheiten der Bauhausmeister und Geschehnisse am Bauhaus, die jenseits des Alltags stattfanden, die das Buch auch für Kenner des Bauhauses und der Zwanziger und Dreißiger Jahre zu einem Lektüregenuss werden lassen. Unbedingt lesenswert für all diejenigen, die sich wie Hillger fragen, wie es wohl tatsächlich war, das Leben am Bauhaus.

bauhaus-online

 

Das Buch gibt einen ausgezeichneten Einblick in den Betrieb dieser völlig neuartigen Hochschule. Der Autor verknüpft das Leben einer Designstudentin, eines Architekturstudenten und eines unwesentlich älteren wissenschaftlichen Mitarbeiters mit den historischen Größen dieser Zeit, allen voran Bauhaus-Direktor Walter Gropius. Vor dem Hintergrund einer Liebesgeschichte, einer gewagten Menage à trois, breitet der Autor das Panorama der Weimarer Zeit in Dessau aus. Hillger verwebt die tatsächlichen historischen Ereignisse einfühlsam mit dem Leben seiner erfundenen Gestalten, die so echt erscheinen, dass der Leser ständig mitfiebert. Eine wichtige Rolle spielen die Einflüsse der Politik, insbesondere die nationalsozialistischen und kommunistischen Tendenzen, die die beiden Männer immer mehr in ihren Bann ziehen. Der Roman bietet  anspruchsvolle und spannende Unterhaltung. Weil Hillger sehr gut recherchiert hat, lernt der Leser mehr über das Bauhaus als in manchem wissenschaftlichen Buch.

Badische Neueste Nachrichten

 

Die im Zentrum der "Gläsernen Zeit" stehende Dreiecksgeschichte verbindet sich vielfältig mit dem politischen Geschehen der Zwanziger Jahre und der heraufziehenden Nazizeit. (...) Hillger würzt seine Geschichte mit nackten Tatsachen, einem Schwangerschaftsabbruch und dem unerwarteten Ruck eines Linken nach rechts.

Frankenpost

Über die elysische Landschaft - Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich aus der Luft

Stadt Land Fluss: Aus luftiger Höhe wird das große Ganze überschaubar. Dem fliegenden Menschen eröffnen sich vollkommen neue Perspektiven. Im Dessau-Wörlitzer Gartenreich formt sich dabei aus der unmittelbaren Nähe von Natur und Kultur eine elysische Landschaft, die sich die anhaltischen Fürsten über Jahrhunderte von ihren Gärtnern und Architekten gestalten ließen. So vergeht im Flug die Zeit, reist man aus dem Barock in den Klassizismus und weiter in die Klassische Moderne, die mit den Bauhaus-Bauten meisterlich vertreten ist. Von West nach Ost führt die Route, immer entlang der Elbe und auf den Höhepunkt der Wörlitzer Anlagen zu – eine himmlische Tour, bei der Entdeckungen garantiert sind.

 

 

Über die elysische Landschaft. Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich aus der Luft, Fotografien von Janos Stekovics mit Texten von Andreas Hillger, Stekovics Verlag, 2016, 120 Seiten, 126 farbige Abbildungen, gebunden, 24,80 Euro, ISBN 978-3-89923-361-2

 

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Der Betrachter folgt dem Blick des Fotografen, dessen Beweglichkeit und Geschwindigkeit sich Bild für Bild mitteilen. Das ist reizvoll, denn der Wechsel von Höhen und Perspektiven lässt jeweils ganz andere Bilder entstehen; zudem malt immer die Sonne mit. So meint man tatsächlich über die Landschaft dahinzugleiten, die Stekovics mit einer  beeindruckenden Sicherheit einfängt. Die Ruhe  teilt sich aus der gestalteten Landschaft mit - und aus dem Ausschnitt, den der Fotograf wählt; das ist seine Kunst, aus einem Hochgeschwindigkeitsblick ein Zeugnis der Ruhe zu machen... Das von dem Dessauer Autor und ehemaligen MZ-Redakteur Andreas Hillger eingeleitete und erläuterte Luftbilderbuch besichtigt die Landschaft in sieben Abschnitten: die Gewässer, Mosigkau, Großkühnau, Dessau, Sieglitzer Berg, Oranienbaum und Wörlitz. Auch  die Städte rücken in den Blick. Aber das sind Sichten, die man kennt. Es sind die Landschaften, die fesseln.

Mitteldeutsche Zeitung

Land der Moderne - Kulturreisen in Sachsen-Anhalt

Die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts haben als eine Zeit voller wirtschaftlicher und politischer, sozialer und ästhetischer Umbrüche auch auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt bleibende Spuren hinterlassen. Historische Städte erfuhren unter dem Einfluss der rasant wachsenden Industriebetriebe eine tief greifende Änderung, neue Siedlungen sollten den steigenden Bedarf an Wohnraum befriedigen ... und während in Hochschulen wie dem Bauhaus Dessau oder der Burg Giebichenstein Halle um das Bild der Moderne gerungen wurde, stritten Reformer und Revolutionäre über die Zukunft der Gesellschaft. Dieses Buch, erschienen als Band 15 der Reihe "Kulturreisen in Sachsen-Anhalt", weist Wege zu Orten und Personen, deren Namen mit dieser aufregenden und aufgeregten Epoche verbunden sind – eine Spurensuche im „Land der Moderne“. 

 

 

Land der Moderne, Text: Andreas Hillger, Herausgeber: Christian Antz, Stekovics Janos Verlag, 2016, 192 Seiten, 207 farbige Abbildungen, Broschur, 16,80 Euro, ISBN: 978-3-89923-351-3

 

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Stimmen aus Sachsen-Anhalt: 100 Texte aus 1000 Jahren. Ein Lesebuch

Stimmen aus Sachsen-Anhalt fügen sich nur dann zu einem vielstimmigen und hörenswerten Chor, wenn man die Aufnahmebedingungen für ein solches Ensemble großzügig gestaltet. Zur Darstellung dieses Potenzials scheint eine Vermittlung zwischen vielen Komponenten nötig: Ein zugereister und auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt wirksam gewordener Reformpädagoge verdient das geistige Heimatrecht zum Beispiel ebenso wie ein Künstler, dessen Werk sich erst fern von seinem sachsen-anhaltischen Geburtsort entfalten konnte. Ein wissenschaftlicher Text über den Bau der ägyptischen Pyramiden kann eine ebenso wertvolle Facette zum Gesamtbild beisteuern wie etwa eine Zauberformel aus dem Althochdeutschen oder eine Abhandlung über physikalische Vakuum-Versuche. Und eine gleichberechtigte Darstellung von verschiedenen Schreibweisen liefert lesenswerte Beispiele für die literarische Entwicklung im mitteldeutschen Vaterland der Muttersprache.

 

Mit Texten von u.a. Eike von Repkow, Andreas Meinhardi, Martin Luther, Paul Gerhardt, Georg Friedrich Händel, Johann Heinrich Campe, Carl Loewe, Friedrich Nietzsche, Hugo Kunkers, Gustaf Nagel, Walter Gropius, Kurt Weill, Brigitte Reimann, Wilhelm Bartsch

 

Stimmen aus Sachsen-Anhalt, herausgegeben von Andreas Hillger und Axel Nixdorf, Verlag Janos Stekovics, 2000, 352 Seiten, 9,80 Euro, ISBN: 9783932863554

 

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An der Erde hängt der Mensch und an ihm der Himmel: Nico and the Navigators

Die Theaterkompanie Nico and the Navigators sind in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten einen aufregenden und unaufhaltsamen Weg gegangen, auf dem sie sich von einer freien Gruppe zum begehrten Partner für große Häuser und internationale Festivals entwickelt haben. Von intimen Inszenierungen, die sich vor allem aus der Biografie der Mitwirkenden und dem skurrilen Blick auf alltägliche Situationen speisten, führte die Reise hin zu bildstarken Musiktheater-Abenden im Geiste von Schubert und Händel, Rossini und Mahler. „wenn möglich bitte wenden" zeichnet die ebenso verschlungene wie zielstrebige Entwicklung der radikalen Ganzkörperpoeten um Nicola Hümpel und Oliver Proske nach. Prominente Begleiter und Beobachter fragen in ihren Texten nach Stationen der Entwicklung, aber auch nach der Arbeitsmethode und nach dem Einfluss der Bühnenräume,nach der Zusammenarbeit mit wechselnden Partnern und den veränderten Produktionsbedingungen - ein opulent bebildertes Fahrtenbuch, das zugleich den Blick in die Zukunft öffnen soll.

 

An der Erde hängt der Mensch und an ihm der Himmel: Nico and the Navigators, herausgegeben von Andreas Hillger und Marie Henrion, Verlag Theater der Zeit, 2013, 256 Seiten, 24 Euro, ISBN: 9783943881608

 

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Eine weich-fliessend eingebundene Publikation in einem breiten Querformat, das eine sehr schöne Gestaltung der zahlreichen Abbildungen aus den Aufführungen zulässt. Eine Bilder-Chronik der 15-jährigen künstlerischen Entwicklung, die mit studentischen Arbeiten am Bauhaus Dessau begann. Und mittlerweile bei Werkstattbühnen von Opernhäusern in Halle, Berlin und Bregenz gelandet ist.

rbb Kulturradio

Theater der Welt. Komm! Ins Offene

Halle – ein Sommermärchen: Vom 19. Juni bis zum 6. Juli 2008 verwandelte das Festival "Theater der Welt" die Stadt an der Saale in eine gigantische Bühne. Mittendrin und immer auf der Suche nach prägenden Szenen und Momenten waren Festival-Fotograf Falk Wenzel und der Kulturredakteur Andreas Hillger. Das Ziel des Projekts: Den Geist des Festivals in starken Bildern und unterhaltsam-analytischen Texten einzufangen. Der Band zeigt, dass die Gäste aus 22 Ländern mit ihrer an sich vom lebendigen Erlebnis geprägten Theater-Kunst bleibende Erinnerungen geschaffen haben. Die 144 großformatigen Seiten mit Essays und Fakten zu den 26 Produktionen sowie einer Auswahl an Pressestimmen, dem Festival-Tagebuch und rund 240 Farbfotos machen den Bildband zu einer wertvollen Erinnerung für alle Festivalbesucher und vermitteln auch allen anderen Theaterliebhabern einen lebendigen Eindruck dieses besonderen Kulturereignisses

Theater der Welt. Komm! Ins Offene, Text: Andreas Hillger, Fotos: Falk Wenzel, Mitteldeutscher Verlag, 2008, 144 Seiten, 18 Euro, ISBN: 978-3-89812-567-3

 

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Das Buch ist die Dokumentation eines besonderen Zaubers. Zu den Fotos von Falk Wenzel beschreibt der Kulturjournalist Andreas Hillger in witzigen und auch für Außenstehende verständlichen Texten seine Impressionen. Theater - eine vergängliche Kunst, die in der Erinnerung existiert - braucht Bücher wie dieses.

MDR Figaro

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